|
Die reinsten
Vitaminbomben
Feinschmecker schätzen
Innereien wegen ihres Geschmacks und der
nahezu unerschöpflichen Fülle der Zubereitungsmöglichkeiten.
Innereien haben
aber noch viel mehr zu bieten: Sie sind nämlich ausgesprochen gesund.
Leber,
Nieren, Herz & Co. enthalten reichlich Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe und
sollten daher regelmäßig auf dem Speiseplan stehen.
Viele Innereien
bergen sogar noch größere Eiweißmengen in sich als das Muskelfleisch.
Hierzu
zählen insbesondere Rinds- und Schweinsleber.
Der niedrige Kaloriengehalt
resultiert aus dem geringen Fettanteil der meisten Innereien.
Aus dem Grund
finden Innereien auch in der Diät- und Schonküche oft Verwendung.
Als Vitaminspender
haben Leber und Nieren eine große Bedeutung.
Schon 2 dag Leber vom Kalb reichen
aus, um den Tagesbedarf an Vitamin A zu decken!
Außerdem enthalten Innereien ein
Vitamin, das man viel eher in Obst und Gemüse vermutet: das Vitamin C.
10 dag
Leber, Nieren und Hirn enthalten die Hälfte des Tagesbedarfs eines Erwachsenen.
Ebenso sind sämtliche
Vitamine der B-Gruppe
(Bi, B2, B6 und B12,)
sowie Vitamin D, E und H vorhanden.
Leber, Milz und Nieren sind von besonderer
Bedeutung für die Deckung des täglichen Eisenbedarfs, was vor allem für Frauen
und bei Kindern in der Wachstumsphase von besonders großer Wichtigkeit ist.
Tipps für die
Zubereitung
Wichtigster Tipp
für den Umgang mit Innereien: Sie sollten grundsätzlich so frisch wie möglich
verarbeitet werden.
Damit Gerichte mit Innereien wirklich gut gelingen, sind
einige Vorbereitungen nötig.
Alle Innereien
werden unter fließendem Wasser gründlich
abgewaschen.
Einige, wie Nieren Herz und Milz, müssen zuvor aufgeschnitten bzw.
von Röhre oder Häuten befreit werden.
Bries, Hirn, Herz und
Nieren
wässert man vor der
Weiterverarbeitung.
Dabei wird das Wasser mehrmals erneuert.
Nieren und
Rindsleber kann man auch eine Weile in Milch legen.
Auf diese Weise wird der
leicht
strenge Geschmack
ein wenig gemildert.
Wer Rindsherz besonders mürbe
haben will, legt es einige Stunden oder über Nacht in eine Essig- oder
Buttermilchbeize.
Bereits gekochtes Herz
immer im Sud erkalten lassen, da es sonst hart wird.
Im allgemeinen habe
Innereien keine langen Garzeiten.
Ausnahmen von der Regel bilden Herz und Zunge.
Es lohnt sich,
diese Innereien im Schnellkochtopf zu garen, was problemlos möglich ist.
Auch
wenn die Innereien anschließend weiterverarbeitet werden sollen, empfiehlt sich
dieses zeit- und energiesparende Verfahren.
Das Kochwasser
sollte nicht weggeschüttet werden, denn es enthält viele wichtige Nährstoffe.
Man verwendet es zur Bereitung einer Sauce.
Von Bries bis
Zunge...
Das Bries
ist die Thymusdrüse des Kalbes, die sich bei Alterwerden des Tieres
zurückbildet.
Kalbsbries ist leicht verdaulich und wohlschmeckend.
Seltener zu
bekommen, aber nicht weniger köstlich ist das Bries vom Lamm.
Das Herz
kann vom Rind, Kalb, Schwein oder Lamm verwendet werden.
Das Rindsherz ist das
größte.
Es wird häufig gepökelt, gebeizt und zu Ragouts verarbeitet.
Kalbsherz
ist zarter als Rindsherz; es kann auch gegrillt werden.
Schweinherz ist am
preiswertesten.
Hirn
ist besonders schmackhaft und zart.
Kalbs- und Lammhirn werden als Delikatesse
geschätzt, sind aber teurer als Rinds- und Schweinshirn.
Sie sind aber leider
durch BSE in Verruf geraten.
Leber
ist allgemein beliebt.
Man verwendet Rinds-, Schweins-, Kalbs- und Lammleber.
Die zarte Kalbsleber ist auch als Schonkost geeignet.
Rindsleber ist kräftig im
Geschmack.
Man kann sie ebenso wie Schweinsleber kochen, braten oder grillen.
Nieren
vom Rind, Kalb, Schwein und Hammel sind bekannt und beliebt.
Kalbsnieren gehören
zum klassischen Kalbsnierenbraten.
Nieren vom Rind sind strenger im Geschmack
und eignen sich gut für Ragouts.
Schweinsnieren werden gern sauer zubereitet.
Zunge
schmeckt frisch, gepökelt oder geräuchert.
Angeboten werden Zungen von allen Schlachttieren.
Gepökelte und geräucherte
Zungen sind länger haltbar und auch als Aufschnitt erhältlich.
|